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Ochún (Oshún)

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Ursprünglich stammt Ochún aus Nigeria, genauer gesagt aus der Stadt Oshogbo im Bundesstaat Osun. Ihr Fluss ist der Niger, der auch nach ihr Osun genannt wird. Sie ist die jüngste der weiblichen Orishas. Als Orisha der körperlichen Liebe hat sie natürlich viele Liebesaffären mit männlichen Orishas gehabt, von denen Changó ihre große Liebe ist.

Ochúns Bestimmung ist Liebe, Zartheit, Leidenschaft, Begehren, Sexualität, aber gleichzeitig Schmerz, Weinen, Strafe, Hass und Rache.

Ochún ist die Göttin der Liebe, der Sexualität, der Erotik, des Überflusses, des Glücks und des Geldes. Sie bringt die angenehmen Dinge des Lebens. Ochún steht für Schönheit und Genuss, sie besticht durch starken Willen, liebt Luxus und Reichtum. Man erkennt sie an ihrem klingenden Lachen. Sie ist sinnlich, kokett und schön, ist fröhlich und liebt Spaß.

Ochún ist die Göttin des Süßwassers und man kann ihr begegnen, wo es Süßwasser in Quellen, Flüssen, Strömen, Bächen, Tümpeln, Seen und Wasserfällen gibt. Das Wasser von Ochún fließt, es gibt und nimmt das Leben. Wasser reinigt, heilt und transformiert. Sie ist die Hüterin des Wasserelementes, insbesondere der Flüssigkeiten im Körper. Wir Menschen bestehen zu über 70 % aus Wasser und sind damit eingebunden in das Lebenswasser der Erde in seinen unterschiedlichsten Formen. Sie gilt auch als die Mutter jeglicher Zivilisation, da nahezu alle großen Städte an Flüssen entstanden sind.

Einige der Fische, die wir essen, kommen aus Seen, Flüssen und Bächen. Diese Lebewesen geben ihr Leben, damit wir uns ernähren können. Das Wasser hat Minerale, Algen und lebende Pflanzen an den Flussbänken, sie stellen die Nahrung und Nährstoffe für die Fische und andere Lebewesen dar, die in ihrem Wasser leben. Bei vielen Initiationsriten hat Wasser eine zentrale Bedeutung, es befreit von Unreinheit und schützt vor den Kräften des Bösen. Zukünftige Iyawos erhalten am Fluss eine spezielle Reinigung durch Ochún, bevor sie in Ocha "gekrönt" werden.

Sie lässt jede Frau, die sich auf sie einlässt, an ihrem Glanz teilhaben.
Sie ist eine gute Lehrmeisterin vor allem für Frauen, die sich ihrer selbst unsicher sind, die ihr Licht unter den Scheffel stellen, die sich zu wenig schön, attraktiv und interessant fühlen.
Sie macht alles, was Spaß macht und gut tut.
Sie schüttelt alles aus dem Ärmel – Erfolg, Anerkennung, Schönheit, Anziehungskraft.
Sie befreit die Frauen von ihren Problemen.
Sie verleiht Fülle und Freude.
Sie hilft bei allem, was mit Wasser oder dem Fluss der Fülle zu tun hat.
Sie hält unser Leben im Fluss, wie das Blut in unseren Adern.
Sie stellt den Kampf um das Leben dar.
Sie hat die Macht, mit kühlem Wasser zu heilen, Krankheiten wegzuschwemmen, die Körperflüssigkeiten wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Sie reinigt die Zellen und schenkt Lebensfreude.
Sie gibt Menschen das spirituelle Auge.
Sie steht für die Erkenntnis, dass ohne das weibliche Element kein Vorhaben von Erfolg sein wird, und dass kreative Prozesse ohne ihre Energie zum Scheitern und Erliegen kommen.
In ihrem mütterlichen Aspekt ist Ochún die Göttin der Reproduktion, der Weiterentwicklung, der Neuentstehung.
Sie ist für Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt zuständig, ihre Kinder überlässt sie dann jedoch gern Yemayá zum Großziehen.
In ihrer Rolle als Mutter des Spiegels schaut Ochún in einen Menschen hinein, um dies auch äußerlich widerzuspiegeln.
Ochún liebt ihre Kinder und gibt ihnen von allem das Beste.

Ochún gefällt es zu tanzen, sie hat aber auch eine ernste Seite. Sie ist sehr sinnlich, aber auch sehr empfindlich. Sie ist bekannt für ihre Liebe zu schönen Dingen. Sie liebt es, sich zu schmücken, ganz besonders in den Farben gold und gelb. Als Ochún geboren wurde, hatte sie ein weißes Kleid. Das war das einzige Kleid, das Ochún besaß. Ochún ging jeden Tag zum Fluss, um ihr einziges weißes Kleid zu waschen. Nach einer Weile bemerkte Ochún, dass ihr weißes Kleid anfing, sich hellgelb zu verfärben. Ochún wunderte sich und war glücklich, dass sie ein gelbes Kleid hatte, weil keiner der Erwachsenen Orishas irgendetwas mit der Farben gelb zu tun hatte. Von diesem Tag war gelb die primäre Farbe für Ochún.

Sie ist die Göttin der Künste, des perfekten Designs, des stimmigen Stylings, des Geschmacks und der vollendeten Form. Alles wirkt bei ihr spielerisch und charmant. Niemand kann sich dem Zauber von Ochún widersetzen, weder die Orisha noch die Menschen. Von den Frauen, die sich Ochún geweiht haben, heißt es, dass sie ein besonderes Geschenk ihrer Göttin mit sich tragen. Ihr Gang und ihr Tanz wirken auf andere unwiderstehlich verlockend und herausfordernd. Wenn sie gehen, ist das wie das Fließen eines Stroms. Niemand kann ihrem Charme widerstehen.

Frauen treten mit Ochún am besten in Kontakt, indem sie sich selbst Gutes tun, sich schmücken, salben und pflegen, schmackhafte Speisen zubereiten, Räume sinnlich und stilvoll schmücken, schöne Dinge und liebevolle Aufmerksamkeiten verschenken, sich in gelbe und goldene Kleider hüllen, erotisch tanzen, singen und lachen, einem interessanten Menschen einen Augenblick länger als notwendig und etwas bedeutungsvoller als sonst in die Augen schauen, lächeln. Dann bringt Ochún die Magie ins Leben.
Das Ei ist eines ihrer Symbole und eine ihrer Lieblingsspeisen. Der Honig, das flüssige Gold, ist für Ochún eine einflussreiche Waffe, ihr bevorzugtes Lebensmittel oder Darbringung. Bronze, Kupfer, Gold und Gold-Metalle gehören ihr. Ochúns Symbole sind der Spiegel, in dem sie ihre Schönheit mit Wohlgefallen betrachtet, ein Federfächer, ein Kamm und Schmuck in jeder Form. Meist trägt sie eine Halskette aus Kaurimuscheln, die einerseits Fruchtbarkeit, andererseits auch ihr Wissen und ihre große Kraft als Göttin der Weissagung symbolisiert. Der Pfau ist Symbol ihrer Schönheit und ihrer Haltung.

Ihr Segen macht das Leben lebenswert.

Sowohl Frauen als auch Männer können Ochún um Hilfe für ihr Liebesleben, ihre Attraktivität oder ihr Selbstbewusstsein bitten. Wer Ochún um etwas bittet oder sie um Rat fragt, sollte daher ganz besonders auf die Körperwahrnehmungen und auf Gefühle achten, die tief aus dem Inneren kommen.

Gebet für Ochún

Ochúns Caminos

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Charakteristika:

Orisha der Liebe, Sexualität, Schönheit und der weiblichen Verführung

Farben:
gelb, gold und honigfarben

Zahlen:
5

Wochentag:
Samstag

Feiertag:
8. September

Natürl. Umgebung:
Flüsse und Seen

Caminos:
28

Synkretisierung:
La Caridad Del Cobre

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