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Diloggún: santeria.at
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Diloggún – Orakel der Kaurischnecken

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Das Diloggún-Orakel ist einer der Kommunikationswege der Santeria oder Regla de Ocha mit den Orishas – also den Gottheiten des Yorubá-Pantheons – oder mit unseren Vorfahren (Ahnen, Egun), um Hilfe für unsere Probleme zu erhalten und um diesen positiv entgegen zu sehen. Das heißt, es wird nicht nur benutzt, um zu erfahren, was geschehen wird, sondern auch, um uns zu zeigen, was man machen muß um Probleme zu lösen, um Rat zu bekommen, um Hindernisse im Leben zu vermeiden und um zu heilen.

Mit dem Gebrauch dieses Kommunikationsrituals zwischen den Orishas und seinen Kindern versucht man die geistige und materielle Entwicklung des Menschen zu erreichen. Durch die Kauris (beim Werfen der Kauris) sprechen alle Orishas der Yorubá. Dieses Orakel stellt einen Teil der faszinierenden, uralten tiefen Philosophie, Liturgie und magischen Praxis dar, wie sie in unserer Religion praktiziert wird.

Das Diloggún ist das Orakel der Santeros und Santeras. Der Babalawo arbeitet nicht mit dem Diloggún, er benutzt stattdessen die Okpele (Okuele) oder die Ikines. Die Konsultaführt der Santero oder die Santera ruhig und unbeschuht auf einer Matte durch. Der ebenfalls unbeschuhte Konsultierte setzt sich auf einen Stuhl gegenüber.

Die Santeros/Santeras  arbeiten im Allgemeinen mit den Kaurischnecken, die sie bei ihrer Krönung  erhalten haben. Dieses wahrsagende System besteht aus 16 Schnecken (Kauris), denen man den Boden entfernt hat. Durch das Fallen auf die eine oder andere Seite ergibt sich das Zeichen des Wurfes.

Bis zur Zahl 12 kann das Orakel von Santeros/Santeras gelesen und bearbeitet werden. Danach schweigen die Schnecken und es ist ein Babalawo aufzusuchen, der autorisiert ist, mit den Zahlen von 13 bis 16 (17) zu arbeiten.

Pataki

Yemaya war mit Orunla verheiratet, dem großen Wahrsager des Reiches von Ifé, der Wunder wirkte und eine große Kundschaft hatte. Orunla war sehr mit dem Geheimnis der Kauris (Diloggún) vertraut, da Yemayá, die Besitzerin des Meeres, der Fische, der Schnecken und von allem aus dem Meer, sie ihm mitteilte. Er seinerseits interpretierte diese Geheimnisse durch die Oduns und die Legenden.

Eines Tages musste Orunla eine lange Reise unternehmen, um an einer Versammlung der Awós teilzunehmen, die Olofi einberufen hatte. Da diese länger dauerte als Yemaya dachte, ging ihr das Geld aus und sie beschloss, ihre Technik und Weisheit anzuwenden und solange jene zu konsultieren, die sie um Hilfe fragen würden.

Als eines Tages jemand Orunla aufsuchen wollte, um konsultiert zu werden, sagte sie ihm, er solle sich nicht sorgen, sie könne das genauso gut und warf ihm das Diloggun. Da sie Geburtswahrsagerin war, hatten ihre Voraussagen im Lauf der Zeit großen Erfolg und ihre Ebbós retteten viele Menschen.

Orunla hörte auf dem Rückweg zu seinem Haus, dass es eine hellseherische und wunderbare Frau in seinem Dorf gäbe. Er war neugierig wie jeder Mensch und verkleidete sich. Er fragte im Ort, wo jene Frau lebte und so kam er zu seinem eigenen Haus. Yemayá sagte zu ihm, als er sie entdeckte: „Glaubtest du, dass ich vor Hunger sterben würde?“

Als er sie wütend zu Olofi brachte, dem Weisen unter den Weisen, entschied dieser, dass Orunla in Hinkunft mit dem Ekuele, den Ikines und dem Até Ifá konsultieren solle und dass Yemaya mit ihrem Diloggun fortfahren dürfe, sich in Ehrfurcht verneigen, mit der Stirn die Tafel berühren und sagen solle: „Ebbo Fi Eboada“.

Iré und Osorbo:

Die Odduns