'parse error: /home/.sites/409/site478/web/typo3conf/ext/santeria/Resources/P
   rivate/SCSS/_myvariables.scss on line 2
' (115 chars)
Guerreros - Krieger: santeria.at
Zum Inhalt springen

Guerreros - Die Krieger

Die Guerreros sind die ersten Orishas, die ein Neuling nach der Ilekeszeremonie erhält. Wenn man einem Haus von Ifá angehört und mit einem Babalawo arbeitet, ist es auch möglich, die Guerreros ohne Ilekes zu empfangen. Einen Orisha zu empfangen, ist ein enormer Segen.
Er ist ab diesem Zeitpunkt sozusagen physikalisch anwesend und wohnt in einem „Haus“, (Ogun und Ochossi beispielsweise wohnen gemeinsam in einem Metallkessel), in dem sich geweihte Gegenstände befinden. Der Orisha wird in diese Gegenstände durch viele historisch überlieferte Rituale manifestiert. Dies wird von Mitgliedern der Santeria- und Ifápriesterschaft durchgeführt - im Falle der Krieger durch einen Babalawo.
Eleggua wird als Zementfigur, als Kopf mit Augen und Mund aus Kaurischnecken dargestellt,
Ogun als ein Arbeitswerkzeug aus Metall,
Ochosi als Armbrust und
Osun als Hahn auf einer Tasse, die auf einem Ständer steht.

Eleggua, Ogun und Oshosi sind Brüder, die Krieger unter den Orishas. Diese drei werden gemeinsam mit Osun symbolisch vergeben.
Sie dienen als Schutz vor Gefahren, Feinden, Unfällen und Überfällen. Sie verteidigen das Eigentum und öffnen die Wege.
Die Initiation der Guerreros stellt einen wichtigen Schritt in die Religion dar, da er erste rituelle Verpflichtungen nach sich zieht. Wenn man die Krieger empfangen und nach Hause gebracht hat, ist es wichtig, sie gut zu versorgen, denn nur dann gewähren sie den erhofften Schutz.

Elegguá
Elegguá öffnet die Wege, er ist der Orisha der Wegkreuzungen und Wegbegleiter für alle nur denkbaren Unternehmungen.
Elegguá ist das dynamische Element von allem, was im Universum existiert. Das Universum ist in einem unaufhörlichen Wechsel zwischen Balance und Instabilität. Elegguá ist sowohl Wächter der Schlüssel als auch Wächter der Zeit. Es ist Elegguás Aché, welches ihn an jeder Kreuzung des Universums ebenso wie an den Kreuzungen unserer Leben zugleich sein läßt. Elegguá ist der Träger der Opfergaben.
Elegguá ist wie ein übermütiges Kind, das gerne Streiche spielt.
Elegguá ist der Montag zugeordnet, an diesem Tag zündet man ihm eine Kerze an, spuckt ihn wie mit einem Sprühregen mit Aguardiente (Zuckerrohrschnaps) an, raucht ihn mit Zigarrenrauch an. Er mag Süßigkeiten und Spielzeug. Man reibt ihn mit Palmfett oder Honig ein. Außerdem liebt er Kaffee, Kokosnuß…
Elegguá wird in der Nähe der Eingangstüre aufgestellt.

Ogún
Ogún ist Gott der Jagd, des Eisens und der Kriegsführung. Ogún ist Entwicklung. Ohne das Element Eisen in unserem Körper wäre es schwer für uns, ein gesundes Leben zu führen. Ogún ist sowohl Zerstörer als auch Schöpfer. Ogún lehrte die Menschen, das Feuer zu benutzen, Eisen zu erzeugen und Städte zu bauen. Ogún ist von großer Wichtigkeit für das Universum. Wenn man überlegt, wie alt Ogún wirklich ist, würde man sagen, bevor die Erde erschaffen wurde. Ogúns Aché reicht tief ins Innere der Erde, ebenso wie in alles Leben, das sich auf der Erde befindet. Obatalá erzeugte das Äußere, die menschliche Haut, aber Ogún machte das Skelett (Knochen). Ogún kann als der Familienerhalter gesehen werden, derjenige, der auf die Jagd geht, damit die Familie nicht hungert. Er ist ein Medizinmann mit großem Wissen über Kräuter. Die Bedeutungen von Ogún sind ebenso reich an Philosophie, wie an Metaphern. Die philosophische Weisheit, die man in der Ideologie Ogúns findet, behandelt die innere Erfahrung, die sowohl mit schöpferischen, als auch destruktiven Toten verbunden ist. Ogún ist der erste in einem Ebbó aje, denn Metall ist sein Symbol. Wenn man ein Messer benutzt, ist man auf der sicheren Seite, wenn Ogún als erster ißt. Elegguá bekommt immer als erster sein Ebbó oder Opfer. Ogún war die erste Gottheit, die vom Himmel auf die Erde gekommen ist. Er bahnte sich seinen Weg mit seiner Machete und bereitete den Weg für die anderen Orishas, die ihm auf die Welt folgten.
Im Gerichtshof ist Ogún unsere Bibel, auf die wir unsere Hand legen, um zu schwören, dass wir die Wahrheit sagen.
Ogúns heiliger Tag ist der Dienstag, der Tag des Sieges.
Ogúns Kessel wird im Allgemeinen neben Elegguá aufgestellt.

Oshosi
Oshosi ist der göttliche Jäger und Folger von Obatalá. Es war Oshosi, der den Wald auskundschaftete, damit Ogún den Weg bereiten konnte. Oshosi ist der Magier des Waldes. Als die Orishas von Afrika in die neue Welt gebracht wurden, erlaubte die Anbetung von Oshosi den Anhängern der Orisha, einen Prozeß der spirituellen Ausrichtung mit den Kräften, die in der neuen Umgebung anwesend waren, zu beginnen.
Oshosi war ein kleines Kind, als er mit seinem Bruder Ogún jagte und wurde von Osain vergiftet. Er wurde im Wald gefangen gehalten und verlor die Erinnerung an die Welt der Menschen. Oshosi versorgte die Menschen mit Fleisch und Medizin, aber lebte nicht mit ihnen.
Ohne Oshosis Aché oder Energie könnten wir nicht existieren. Oshosi unterstützt uns dabei, unsere Aufmerksamkeit auf angestrebte Ziele und Resultate zu richten und beizubehalten. Oshosi ist die Personifikation der Geduld und Beständigkeit. Für viele repräsentiert Oshosi diejenigen, die für die Einhaltung und Errichtung der Gesetze sorgen. Sein Reich sind neben dem Wald die Gefängnisse, deshalb verbinden viele Oshosi mit der Polizei, weil diese Gesetzesbrecher verfolgt und ins Gefängnis bringt. Oshosi zeigt uns den schnellsten Weg zu unserem Schicksal.
Ochosi wohnt bei seinem Bruder Ogún.

Osun
Er ist kein Krieger, wird aber ebenfalls in der Guerreros - Initiation empfangen.
Osun ist der Wächter gegen Hexerei und schützt unseren Kopf (Ori). Seine Aufgabe ist es, das Haus zu hüten und die Gläubigen vor Gefahren zu warnen und zu bewahren.
Es ist wichtig darauf zu achten, dass er niemals umfällt, denn das könnte ein Zeichen sein, dass man einer Gefahr entgegensieht. Falls er einmal doch umfällt, muß man schnellstmöglich einen Babalawo aufsuchen.
Osun wird in erhöhter Position (so hoch, daß sich niemand unter normalen Umständen über ihm befinden kann) möglichst mit Blick auf die Eingangstüre aufgestellt, damit er besser „sehen“ und das Haus bewachen kann.

Nach der Guerreros - Initiation ist der Gläubige befähigt, mit dem Obi-Orakel zu arbeiten.