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Oduduwá

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Oduduwá ist ein etwas umstrittener Orisha. Die ursprüngliche Göttlichkeit, Oduá, begleitete Obatalá zur Erde. Obgleich die meisten darin übereinstimmen, daß sie seine Konkubine war, betrachten andere sie als weiblicher Aspekt oder Ergänzung von Obatalá. In der Yorubageschichte eroberte ein mächtiger Krieger vom Norden das Yorubaland, und setzte sich als der erste Oní (König) von Ilé Ifé ein. Dieser Krieger ist Oduduwá, der für viele als Vorfahr der Yoruba-Rasse und als Vorfahr aller Ifé-Könige bis zu diesem Tag gilt. Vgl hierzu auch die Geschichte der Yoruba.
Wie bei Shangó hat die Popularität Oduduwás jene der ursprünglichen Gottheit - Oduá - überschattet. Nach dem Tod von Oduduwá wurde dieser wegen seiner kriegerischen Eigenschaft zweifellos viel mehr verehrt als die ursprüngliche Gottheit und die Anbetung von Oduá durch die Verehrung des Kriegers ersetzt. Das Ergebnis ist eine Art Synkretismus von Oduá und Oduduwá (die zwei Gottheiten verschmelzen miteinander). Der Stärkere hat den Schwächeren absorbiert. Deshalb wird Oduduwá für einen männlichen Orisha gehalten.

Vielleicht wegen seines Synkretismus mit dem Heiligen Manuel erhielt Oduduwá in Kuba den Titel "König der Toten". Er ist ein Orisha, der nahe mit Leben und Tod verbunden wird.
In der Überlieferung kommt Oyá und trägt die Seele weg, wenn die Zeit eines Menschen gekommen ist, zum Orún zurückzugehen. Babalú Ayé nimmt den Leichnam zu den Türen des Friedhofs, wo Oba die Ankunft "dokumentiert". Boromú und Borosiá bringen den Leichnam zum Grab, in das ihn Yewá zur Ruhe bettet, und Oduduwá den Prozeß des Zerfalls übernimmt und nur die Skelettanteile überläßt.

Oduduwás Caminos

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Charakteristika:

"König der Toten" - Orisha, der mit Leben und Tod verbunden wird

Farben:
weiß

Zahlen:
16

Wochentag:
kein spezieller

Feiertag:
1. Jänner

Natürl. Umgebung:
Fuß von Bergen und Hügeln

Caminos:
Soll 124 Pfade haben

Synkretisierung:
Hl. Manuel

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